Samstag, 11. Februar 2012
20. Beach Club, Mitbewohner II
peet, 08:21h
Aus Langeweile ...
werfe ich jetzt mal einen kleinen Blick auf unsere Mitgäste im kleinen Resort. Keiner ist so lange hier wie wir, die Gäste kommen und gehen und hinterlassen nicht nur im Sand Eindrücke. Wir haben – auch wenn es gleich nicht so klingt – überwiegend Spaß.
Aus den USA I:
Die in China lebende amerikanische Familie ist so blass, dass man wirklich Angst um sie haben muss. Der kleine Sohn läuft nur in Ganzkörpertaucheranzug rum. Der Mann sieht zwanzig Jahre Jünger aus als seine Frau. Oder ist es doch seine Mutter?
Aus Baden-Württemberg:
Unsere „Schwäbin“, Enddreissigerin, hat fünf Wochen lang ganz Vietnam mit dem Rucksack bereist und wir fragen uns: warum? Nichts gefiel ihr. Zu teuer, zu dreckig, zu unpersönlich. Selbst unser Resort zum Reiseabschluss erscheint ihr nicht wirklich gut genug. So kann man sich den Urlaub selbst vergällen. Am Ende fliegt sie mit zusätzlichen 9 kg Mangos und 3 kg Kaffee zurück. Zumindest das muss ihr dann doch gefallen haben.
Aus Frankreich I:
Prinzessin und ihr Hofstaat. Frech belegen sie vier Liegen, obwohl sie gar nicht im Resort wohnen. Die junge Anfang 20 wirkende eigentlich gut aussehende Französin ist durch ihre selbst mit Sonnenbrille nicht zu verdeckende Schlechtlaunigkeit dermaßen unattraktiv, dass man wegschauen muss. Ihr Freund kommt zwei Stunden später zum Strand und dessen zwei Kumpels noch eine Stunde später. Liegt das an der Miss-Mutigkeit oder beruht die darauf, dass sich ihr Freund mit den Kumpels besser amüsiert?
Aus den USA II:
Zwei blasse Amerikanerinnen Mitte 20: klein und blond + mittel und rothaarig. Die kleine Blonde fällt auf, weil sie unangenehm redet, gerne Sonderwünsche hat und aus ihrem Essen die Hälfte heraussortiert.
Aus England:
Vor der Insel kommen zwei Endvierziger-Pärchen, die viel unternehmen, Freude haben, ruhig sind, niemandem ein Gespräch aufdrängen, aber immer höflich antworten und freundlich grüßen. Die sind echt nett.
Aus Frankreich II:
Ganz und gar nicht nett ist die blondierte Dame – wir nennen sie Claudia – mit Sonnenbrille im Alter zwischen 60 und 80, die wie 90 aussieht, einen Bikini für 30-jährige trägt, sich permanent beschwert und dann nur mit Mike sprechen will. Das Personal bleibt geduldig. Ihr Begleiter (Mann? Sohn? Lover?) hat einen Modus gefunden, damit umzugehen. Er ignoriert sie so gut er kann.
Aus Norwegen:
Das kurzgeschorene Kraftpaket und seine schwangere Frau. Mittdreissiger. Hilfsbereit, freundlich, ruhig. Sie sind auch miteinander ruhig und starren gerne schweigend auf ihre jeweiligen Smartphones. Unsere erste Hoffnung, dass sie gemeinsam ein elektronisches Spiel spielen, erweist sich als falsch. Das Baby kommt bald und offensichtlich ist bereits alles gesagt.
Aus Bayern:
Das grau- und kurzhaarige Pärchen um die 60 hat sich auch schon das Meiste erzählt. ER nutzt die Zeit, um die neuesten Nachrichten auf dem Smartphone abzurufen und schaut mit IHR laut ZDF-Nachrichten im Restaurant. "Das stört sie doch nicht beim Essen?". SIE ist aber noch lange nicht fertig mit ihrem Mitteilungsbedürfnis und versucht dem Rest des Resorts Konversation, nein, eher Monologe aufzuzwängen. Ich schaffe es meist mich wegzuducken, aber Dörte ist zu gutmütig.
Eine halbe Stunde Bayern-Monolog später kommt Dörte endlich zu ihrer Strandliege. Oooops, die hat SIE aber gerade belegt. Am nächsten Tag auch, so dass wir ernsthaft über eine „deutsche Handtuchreservierung“ nachdenken. Da bietet SIE uns IHRE Liege gerne an, weil wir ja bald abreisen. Aber nein, muss doch nicht sein. Aber ja. Aber nein. Aber ja. Aber ach. Aber gerne. Aber nicht nötig. Aber doch. Oder wenigstens die Hängematte? Na gut. Aber da liegt ER gerade drin.
werfe ich jetzt mal einen kleinen Blick auf unsere Mitgäste im kleinen Resort. Keiner ist so lange hier wie wir, die Gäste kommen und gehen und hinterlassen nicht nur im Sand Eindrücke. Wir haben – auch wenn es gleich nicht so klingt – überwiegend Spaß.
Aus den USA I:
Die in China lebende amerikanische Familie ist so blass, dass man wirklich Angst um sie haben muss. Der kleine Sohn läuft nur in Ganzkörpertaucheranzug rum. Der Mann sieht zwanzig Jahre Jünger aus als seine Frau. Oder ist es doch seine Mutter?
Aus Baden-Württemberg:
Unsere „Schwäbin“, Enddreissigerin, hat fünf Wochen lang ganz Vietnam mit dem Rucksack bereist und wir fragen uns: warum? Nichts gefiel ihr. Zu teuer, zu dreckig, zu unpersönlich. Selbst unser Resort zum Reiseabschluss erscheint ihr nicht wirklich gut genug. So kann man sich den Urlaub selbst vergällen. Am Ende fliegt sie mit zusätzlichen 9 kg Mangos und 3 kg Kaffee zurück. Zumindest das muss ihr dann doch gefallen haben.
Aus Frankreich I:
Prinzessin und ihr Hofstaat. Frech belegen sie vier Liegen, obwohl sie gar nicht im Resort wohnen. Die junge Anfang 20 wirkende eigentlich gut aussehende Französin ist durch ihre selbst mit Sonnenbrille nicht zu verdeckende Schlechtlaunigkeit dermaßen unattraktiv, dass man wegschauen muss. Ihr Freund kommt zwei Stunden später zum Strand und dessen zwei Kumpels noch eine Stunde später. Liegt das an der Miss-Mutigkeit oder beruht die darauf, dass sich ihr Freund mit den Kumpels besser amüsiert?
Aus den USA II:
Zwei blasse Amerikanerinnen Mitte 20: klein und blond + mittel und rothaarig. Die kleine Blonde fällt auf, weil sie unangenehm redet, gerne Sonderwünsche hat und aus ihrem Essen die Hälfte heraussortiert.
Aus England:
Vor der Insel kommen zwei Endvierziger-Pärchen, die viel unternehmen, Freude haben, ruhig sind, niemandem ein Gespräch aufdrängen, aber immer höflich antworten und freundlich grüßen. Die sind echt nett.
Aus Frankreich II:
Ganz und gar nicht nett ist die blondierte Dame – wir nennen sie Claudia – mit Sonnenbrille im Alter zwischen 60 und 80, die wie 90 aussieht, einen Bikini für 30-jährige trägt, sich permanent beschwert und dann nur mit Mike sprechen will. Das Personal bleibt geduldig. Ihr Begleiter (Mann? Sohn? Lover?) hat einen Modus gefunden, damit umzugehen. Er ignoriert sie so gut er kann.
Aus Norwegen:
Das kurzgeschorene Kraftpaket und seine schwangere Frau. Mittdreissiger. Hilfsbereit, freundlich, ruhig. Sie sind auch miteinander ruhig und starren gerne schweigend auf ihre jeweiligen Smartphones. Unsere erste Hoffnung, dass sie gemeinsam ein elektronisches Spiel spielen, erweist sich als falsch. Das Baby kommt bald und offensichtlich ist bereits alles gesagt.
Aus Bayern:
Das grau- und kurzhaarige Pärchen um die 60 hat sich auch schon das Meiste erzählt. ER nutzt die Zeit, um die neuesten Nachrichten auf dem Smartphone abzurufen und schaut mit IHR laut ZDF-Nachrichten im Restaurant. "Das stört sie doch nicht beim Essen?". SIE ist aber noch lange nicht fertig mit ihrem Mitteilungsbedürfnis und versucht dem Rest des Resorts Konversation, nein, eher Monologe aufzuzwängen. Ich schaffe es meist mich wegzuducken, aber Dörte ist zu gutmütig.
Eine halbe Stunde Bayern-Monolog später kommt Dörte endlich zu ihrer Strandliege. Oooops, die hat SIE aber gerade belegt. Am nächsten Tag auch, so dass wir ernsthaft über eine „deutsche Handtuchreservierung“ nachdenken. Da bietet SIE uns IHRE Liege gerne an, weil wir ja bald abreisen. Aber nein, muss doch nicht sein. Aber ja. Aber nein. Aber ja. Aber ach. Aber gerne. Aber nicht nötig. Aber doch. Oder wenigstens die Hängematte? Na gut. Aber da liegt ER gerade drin.
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arnel,
Samstag, 18. Februar 2012, 00:26
Klingt, als wärst Du mit allen Büchern durch. Oder ist das wahre Leben vielleicht doch spannender???
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