Montag, 30. Januar 2012
2. Saigon
Das Frühstück am nächsten Morgen ist ein guter Grund, das nächste Café aufzusuchen. Das ist zu. Weil „Happy New Year“. Also suchen wir nach dem nächstbesten Café. Dort lernen wir eine neue Art von „coffee-to-go“ kennen – Kaffee mit Kondensmilch in einem Plastikbecher mit Strohhalm und kleinem Plastiktütchen zum Tragen.

Saigon coffee-to-go

Den ziemlich starken und guten Kaffee kriegt man in Vietnam ansonsten mit einem Kaffeesieb über der Tasse serviert.

Zunächst braucht Philip wegen des Kofferverlustes etwas zum Anziehen, am besten auf dem bekannten Ben Thanh Market. Der ist zu. Weil „Happy New Year“. Irgendwo auf der Straße gibt es aber doch noch ein paar Hosen und Hemden. Grundregel: Als Gegenvorschlag zum angebotenen Preis die Hälfte anbieten. Das klappt mal gut, meist aber schlechter, denn die Händler sind da doch etwas geübter als wir. Glücklicherweise hatten wir am Flughafen etwas Geld getauscht, denn auch die Banken sind zu. Auch hier: „Happy New Year.“

Saigon Tower

Den Tag über streifen wir durch die Innenstadt und überqueren manch eine Straße unter Einsatz des Lebens. 90 Prozent des Verkehrs machen Mopeds aus, die wie ein endloser Schwarm wirken. Die Mopeds sind zum Teil mit fünf Personen besetzt, die Fahrer schauen nicht hin, wenn sie in den Verkehr einbiegen und Verkehrsschilder oder die seltenen Ampeln haben offensichtlich nur Vorschlagscharakter. Eine Straße zu überqueren, ist ein echtes Wagnis. Aber man gewöhnt sich daran, zumindest solange es Einbahnstraßen sind. Straßen mit beidseitigen Fahrtrichtungen sind was für Selbstmordkandidaten. Rom ist dagegen pillepalle, Arne.

Saigon Motorbikes

Nachmittags besuchen wir das Kriegsmuseum, das Flugzeuge, Panzer, Dokumentationen, Bilder und gefärbte Ansichten zum Vietnamkrieg zeigt, aber mich dennoch reichlich betreten nach Hause gehen lassen.

Saigon Kriegsmuseum

Das Abendessen gibt es in einem der bekanntesten Restaurants (Name vergessen) von Saigon … sehr groß, sehr voll, sehr lecker. Leider ist das Personal gehetzt und man fühlt sich durch die Warteschlange etwas genötigt sich zu beeilen. Danach folgt noch ein Absacker in einer der vielen Bars.

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