Samstag, 18. Februar 2012
25. Bangkok
Drei Tage in Bangkok sind hektischer als fast drei Wochen in Phu Quoc. Ich komme erst jetzt zum Schreiben und fasse mal zusammen.

Unser Hotel liegt zentral und die Zimmer sehen prima aus. Leider sind sie nicht schallisoliert und hört man alles, was auf dem Gang gesprochen wird und auf den Zimmern halt so abläuft. Der Swimmingpool auf der neunten Etage wird von mir in drei Tagen vier mal begeistert genutzt. Es ist cool, morgens um sieben im Pool die aufgehende Sonne zu erleben und auf die erwachende Stadt zu blicken.

Pool auf dem Dach

Das Frühstücksbüffet ist zwar reichhaltig, aber qualitativ mäßig. Nach dem guten und starken Kaffee in Vietnam ist er in Bangkok eher katastrophal. Also weichen wir morgens auf Starbucks aus, nach dem Vietnamkaffee immerhin die zweitbeste Lösung.

Zuerst haken wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ab:
Schneider, Optiker, Elektroshops und das MBK, eines der größten Kaufhäuser der Welt.

MBK

In Bangkok gibt es an jeder Ecke Schneider für Maßkonfektion und alle scheinen in indischer Hand zu sein. Beim Schneider, den mein Bruder bereits kennt, lassen wir Maß nehmen und suchen schöne Anzugstoffe aus. Der Verkaufsberater ist so gut, dass ich doppelt so viel kaufe wie geplant und es wäre noch mehr geworden, gäbe es nicht eine Zollobergrenze. Anzüge zu kaufen hat Spaß gemacht und könnte ein neues Hobby werden. Ist leider als Hobby zu teuer.

Während wir beim Optiker neue Brillen aussuchen, essen Philip und ich ein Eis, das nachhaltige Wirkung zeigt. Ich gehe abends nicht mit in das teure Restaurant essen. Ich verzichte überhaupt anderthalb Tage auf Essen. Habe ja genug Reserven.

In den Elektroshops findet man alles mögliche: Mobiltelefone, Computer, Zubehör und Software. Ich kaufe einen USB-Stick, der sich später blöderweise als schreibgeschützt entpuppt. Satz mit X: „Das war wohl nix“. Im MBK kann man einen ganzen Tag zu verbringen und abends dort ins Kino zu gehen. Auf den Straßen findet man viele Händler, die Flipflops, T-Shirts, Krawatten, Viagra-ähnliches, schwarzkopierte CDs, DVDs und Spiele verkaufen.

Straßenverkaufsstände

Jeder Preis ist verhandelbar und blöd ist, wer es nicht macht. Denkt da jetzt jemand drüber nach, was ich gekauft haben könnte?

Tuk Tuk

Da war doch noch was ... Kultur, Architektur, Stadtbild, Reiseführerinhalte. Erst am letzten Tag fahre ich mit einem Tuk Tuk durch die Stadt und sehe unter anderem ein paar Tempel (Wat) und den Königspalast.

Königspalast

Am Abend gehen wir gemeinsam zur Fußmassage. Ich bedauere, dass ich das nicht früher gemacht habe. Ich bedauere. Ich bedauere. Ich bedauere. Nach drei Tagen Powershopping und nur einer Fußmassage geht es wieder nach Hause.

In Berlin abgeflogen: 3 Personen, 2 Koffer, 1 Handgepäck.
In Berlin angekommen: 3 Personen, 3 Koffer, 3 Handgepäck.

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