Unser Hotel liegt zentral und die Zimmer sehen prima aus. Leider sind sie nicht schallisoliert und hört man alles, was auf dem Gang gesprochen wird und auf den Zimmern halt so abläuft. Der Swimmingpool auf der neunten Etage wird von mir in drei Tagen vier mal begeistert genutzt. Es ist cool, morgens um sieben im Pool die aufgehende Sonne zu erleben und auf die erwachende Stadt zu blicken.

Das Frühstücksbüffet ist zwar reichhaltig, aber qualitativ mäßig. Nach dem guten und starken Kaffee in Vietnam ist er in Bangkok eher katastrophal. Also weichen wir morgens auf Starbucks aus, nach dem Vietnamkaffee immerhin die zweitbeste Lösung.
Zuerst haken wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ab:
Schneider, Optiker, Elektroshops und das MBK, eines der größten Kaufhäuser der Welt.

In Bangkok gibt es an jeder Ecke Schneider für Maßkonfektion und alle scheinen in indischer Hand zu sein. Beim Schneider, den mein Bruder bereits kennt, lassen wir Maß nehmen und suchen schöne Anzugstoffe aus. Der Verkaufsberater ist so gut, dass ich doppelt so viel kaufe wie geplant und es wäre noch mehr geworden, gäbe es nicht eine Zollobergrenze. Anzüge zu kaufen hat Spaß gemacht und könnte ein neues Hobby werden. Ist leider als Hobby zu teuer.
Während wir beim Optiker neue Brillen aussuchen, essen Philip und ich ein Eis, das nachhaltige Wirkung zeigt. Ich gehe abends nicht mit in das teure Restaurant essen. Ich verzichte überhaupt anderthalb Tage auf Essen. Habe ja genug Reserven.
In den Elektroshops findet man alles mögliche: Mobiltelefone, Computer, Zubehör und Software. Ich kaufe einen USB-Stick, der sich später blöderweise als schreibgeschützt entpuppt. Satz mit X: „Das war wohl nix“. Im MBK kann man einen ganzen Tag zu verbringen und abends dort ins Kino zu gehen. Auf den Straßen findet man viele Händler, die Flipflops, T-Shirts, Krawatten, Viagra-ähnliches, schwarzkopierte CDs, DVDs und Spiele verkaufen.

Jeder Preis ist verhandelbar und blöd ist, wer es nicht macht. Denkt da jetzt jemand drüber nach, was ich gekauft haben könnte?

Da war doch noch was ... Kultur, Architektur, Stadtbild, Reiseführerinhalte. Erst am letzten Tag fahre ich mit einem Tuk Tuk durch die Stadt und sehe unter anderem ein paar Tempel (Wat) und den Königspalast.

Am Abend gehen wir gemeinsam zur Fußmassage. Ich bedauere, dass ich das nicht früher gemacht habe. Ich bedauere. Ich bedauere. Ich bedauere. Nach drei Tagen Powershopping und nur einer Fußmassage geht es wieder nach Hause.
In Berlin abgeflogen: 3 Personen, 2 Koffer, 1 Handgepäck.
In Berlin angekommen: 3 Personen, 3 Koffer, 3 Handgepäck.
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Taxi zum Hotel. Statt auf das erste Taxi-Angebot für pauschal 1.000 Baht einzugehen, lassen wir bei einem anderen Taxi das Taximeter laufen: 270 Baht. Flatrates sind nichts für Unwissende.
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Die Englischkenntnisse im relevanten Administrations- und Barservice schwanken zwischen besser-einfach-nur-Lächeln bis OK. Es hat zwei Tage gebraucht bis wir „dschoijumia“ als „enjoy your meal“ herausgehört haben. Kollege K. fragt morgens gerne: „How are you today?“ Wir antworten: „Fine, thank you, K. How did you sleep? Is everything fine? When will the barbecue start today?“ K lächelt „däng ju“ sagend und dreht sich etwas hilflos um. Ansonsten ist er ein netter Kerl und prima Breakdancer (auch im Wasser), wie wir ein paar mal bestaunen durften. War wohl das entscheidende Einstellungskriterium.
Das ist alles nicht wichtig, denn ich bin froh, dass man überhaupt Englisch spricht. Mein Vietnamesisch = 0.
Die drei Mädels von der Massagefraktion arbeiten freiberuflich am Strand und haben sich bereits in den ersten zwei Stunden persönlich vorgestellt. Seitdem kommen sie immer morgens und nachmittags vorbei, um das Durchknetbedürfnis der Touristen anzuregen. Etwas lästig. Um die „Asiatin im Arm“ von oben aufzugreifen: Das geht ganz einfach, denn das Massagemädel weiß Bescheid.
1. Frage: „Where from?“
2. Frage: „You married?“
3. Frage: „Want marry vietnamese girl?“
Verstehe ….
Hätten sie beim ersten mal nicht so luschig massiert, sondern so kräftig wie heute, hätte ich mir nicht zwei sondern mindestens zehn Massagen geleistet. Bei vier Euro für 40 Minuten Massage kann selbst ich mir den Luxus leisten. Man könnte es bei den Mitbewerberinnen nebenan noch günstiger haben. Dazu müsste ich aber von der Liege aufstehen und 500 Meter weit laufen.
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Das „La Veranda“, umgeben von kleinen Resorts, ärmlichen Wellblechhütten und Baustellen, ist eine Oase und wirkt wie ein Nobelhotel zur Kolonialzeit. Es ist picobello sauber, das Personal geschult und englisch sprechend und die Preise auf gutem westlichen Niveau und nur in Dollar ausgewiesen. Das Menü ist ziemlich lecker, anders als die Preise vielleicht etwas wenig gesalzen, aber zumindest beim Essen kann man ja nachhelfen.
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Leider vermisst Philip seinen bestellten zweiten Hauptgang und fragt nach 20 Minuten Wartezeit, wann die gegrillten Tintenfische denn kommen. Die Bedienung geht stumm nach hinten. Nach 10 weiteren Minuten wird ein Grill nach vorne geschleppt, ohne dass wir wissen was passiert und ob sie jetzt anfangen wollen für uns zu grillen. Nochmal 20 Minuten wollen wir nicht warten und bitten um die Rechnung. Höflich werden wir gefragt, ob wir den Tintenfisch jetzt abbestellen wollen?
In der „German Bakery“ nebenan trinken wir Cocktails und Philip bestellt ein Toast Hawaii. Nach 15 Minuten kommt die Bedienung und sagt, es gäbe kein Toastbroat mehr, aber sie hätten Baguette.
Heute hatten wir ausnahmsweise kein Trinkgeld zu vergeben.
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werfe ich jetzt mal einen kleinen Blick auf unsere Mitgäste im kleinen Resort. Keiner ist so lange hier wie wir, die Gäste kommen und gehen und hinterlassen nicht nur im Sand Eindrücke. Wir haben – auch wenn es gleich nicht so klingt – überwiegend Spaß.
Aus den USA I:
Die in China lebende amerikanische Familie ist so blass, dass man wirklich Angst um sie haben muss. Der kleine Sohn läuft nur in Ganzkörpertaucheranzug rum. Der Mann sieht zwanzig Jahre Jünger aus als seine Frau. Oder ist es doch seine Mutter?
Aus Baden-Württemberg:
Unsere „Schwäbin“, Enddreissigerin, hat fünf Wochen lang ganz Vietnam mit dem Rucksack bereist und wir fragen uns: warum? Nichts gefiel ihr. Zu teuer, zu dreckig, zu unpersönlich. Selbst unser Resort zum Reiseabschluss erscheint ihr nicht wirklich gut genug. So kann man sich den Urlaub selbst vergällen. Am Ende fliegt sie mit zusätzlichen 9 kg Mangos und 3 kg Kaffee zurück. Zumindest das muss ihr dann doch gefallen haben.
Aus Frankreich I:
Prinzessin und ihr Hofstaat. Frech belegen sie vier Liegen, obwohl sie gar nicht im Resort wohnen. Die junge Anfang 20 wirkende eigentlich gut aussehende Französin ist durch ihre selbst mit Sonnenbrille nicht zu verdeckende Schlechtlaunigkeit dermaßen unattraktiv, dass man wegschauen muss. Ihr Freund kommt zwei Stunden später zum Strand und dessen zwei Kumpels noch eine Stunde später. Liegt das an der Miss-Mutigkeit oder beruht die darauf, dass sich ihr Freund mit den Kumpels besser amüsiert?
Aus den USA II:
Zwei blasse Amerikanerinnen Mitte 20: klein und blond + mittel und rothaarig. Die kleine Blonde fällt auf, weil sie unangenehm redet, gerne Sonderwünsche hat und aus ihrem Essen die Hälfte heraussortiert.
Aus England:
Vor der Insel kommen zwei Endvierziger-Pärchen, die viel unternehmen, Freude haben, ruhig sind, niemandem ein Gespräch aufdrängen, aber immer höflich antworten und freundlich grüßen. Die sind echt nett.
Aus Frankreich II:
Ganz und gar nicht nett ist die blondierte Dame – wir nennen sie Claudia – mit Sonnenbrille im Alter zwischen 60 und 80, die wie 90 aussieht, einen Bikini für 30-jährige trägt, sich permanent beschwert und dann nur mit Mike sprechen will. Das Personal bleibt geduldig. Ihr Begleiter (Mann? Sohn? Lover?) hat einen Modus gefunden, damit umzugehen. Er ignoriert sie so gut er kann.
Aus Norwegen:
Das kurzgeschorene Kraftpaket und seine schwangere Frau. Mittdreissiger. Hilfsbereit, freundlich, ruhig. Sie sind auch miteinander ruhig und starren gerne schweigend auf ihre jeweiligen Smartphones. Unsere erste Hoffnung, dass sie gemeinsam ein elektronisches Spiel spielen, erweist sich als falsch. Das Baby kommt bald und offensichtlich ist bereits alles gesagt.
Aus Bayern:
Das grau- und kurzhaarige Pärchen um die 60 hat sich auch schon das Meiste erzählt. ER nutzt die Zeit, um die neuesten Nachrichten auf dem Smartphone abzurufen und schaut mit IHR laut ZDF-Nachrichten im Restaurant. "Das stört sie doch nicht beim Essen?". SIE ist aber noch lange nicht fertig mit ihrem Mitteilungsbedürfnis und versucht dem Rest des Resorts Konversation, nein, eher Monologe aufzuzwängen. Ich schaffe es meist mich wegzuducken, aber Dörte ist zu gutmütig.
Eine halbe Stunde Bayern-Monolog später kommt Dörte endlich zu ihrer Strandliege. Oooops, die hat SIE aber gerade belegt. Am nächsten Tag auch, so dass wir ernsthaft über eine „deutsche Handtuchreservierung“ nachdenken. Da bietet SIE uns IHRE Liege gerne an, weil wir ja bald abreisen. Aber nein, muss doch nicht sein. Aber ja. Aber nein. Aber ja. Aber ach. Aber gerne. Aber nicht nötig. Aber doch. Oder wenigstens die Hängematte? Na gut. Aber da liegt ER gerade drin.
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Abends fällt ein Gecko von der Decke auf den Tisch der englischen Gäste und verschwindet. Eine Engländerin kriegt einen gewaltigen Schreck. Aber wo sind die Geckos, wenn man sie mal BRAUCHT?
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Ich habe zwei Insekten erlegt, nennen wir sie mal „Borkenkäfer“. Einer krabbelte in mein Bett und zwickte mich in die Kniekehle. Mag ich gar nicht. Wenn er Glück hat, wird vielleicht als Schuhsohle wieder geboren. Die Form hat er schon mal. Abends folgten zwei weitere Kollegen dem Lockruf meiner Flipflops. Seitdem habe ich keine „Borkenkäfer“ mehr gesichtet. Mein ausgesprochen mäßiger Schlaf ist jedenfalls nicht besser geworden. Wo sind die Geckos, wenn man sie mal braucht?
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Das einzig Bemerkenswerte ist nur bemerkenswert für die, die mich besonders - sozusagen "meer" - kennen: Ich bade. Nicht in der Badewanne, sondern im Meer. Sogar zwei mal an einem Tag. Beweisfotos gibt es nicht. Ihr müsst mir schon glauben.

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Warum habe ich heute frei? Dörte hat Geburtstag und schippert mit Philip im Norden der Insel herum. Die Tour ist sein Geschenk. Die selbstgefangenen Fische kochen und verzehren sie gleich an Bord. Daneben besuchen sie Fischsoßenfabriken und Pfefferfelder. Ihr Tour Guide berichtet von hunderten (!) von Fabriken und Feldern auf der Insel. Von ihm ist auch zu erfahren, warum viele Frauen in Vietnam mit großem Mundschutz zu sehen sind. Das hat nichts mit Smog und Atemschutz zu tun. Die wollen einfach nicht der Sonne ausgesetzt sein, denn Blässe lautet hier das Schönheitsideal.

Abends schneiden wir eine clever organisierte, bunte Geburtstagstorte an und essen ein ziemliches Stück, bis auf Dörte. Auch das große Abendessen muss leider verschoben werden. Ihr wisst schon, nervöser Verdauungstrakt …
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Das einzig Bemerkenswerte ist die auftauchende Nervosität des Verdauungstraktes bei zwei Dritteln der Reisegesellschaft.
Ooops, fast vergessen: Philips Koffer ist wieder da. Nach über einer Woche war er es Leid, auf Nachricht von AirBerlin zu warten und rief einfach mal an - inklusive Warteschleife, inklusive Hin-und-Her-Verweisen hinsichtlich der Zuständigkeiten, inklusive hochrotem Kopf wegen mühsam unterdrückten Brüllens und inklusive rund 40 € Telefonkosten. Nach diesem beharrlichen Einsatz dauerte es nur zwei Tage bis er sich selber den Koffer am Flughafen abholen durfte. Inklusive 10 € Taxigebühren. Achtung AirBerlin, dat Ding is ma nich zuende ...
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Erstaunlich, wie etwas Abstand und eine andere Perspektive das Dorf in einem anderen Licht erstrahlen lassen können.

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Zwischendurch essen wir eine Pho Bò (Nudelsuppe mit Rindfleisch), die in Vietnam gerne morgens gegessen wird. Eine Pho Bò reicht uns drei Personen als Zwischenmahlzeit. Die Suppe hält also ziemlich vor.
Wir fahren an der Baustelle zum neuen Flughafen im Landesinneren vorbei, wo auch neue Straßenabschnitte in Arbeit sind. Phu Quoc stellt sich auf Tourismus ein. Unser Taxifahrer, der uns schon ein paar mal gefahren hat und immer freundlicher wird, hat zwei Stunden gewartet, um uns wieder zurück zu fahren. Das ist wahrscheinlich sein Geschäft der Woche und als Philip am Ende der Fahrt zahlt, wird der in den Arm genommen, als wäre er adoptiert. Mit über 800.000 Dong Taxieinnahmen an einem Tag fühlt man sich natürlich wie ein Fastmillionär. Umgerechnet sind es etwas über 30 € für anderthalb Stunden Fahrt (+ 2 Stunden Wartezeit!). Da kommste in Berlin nich so weit mit.
Abends essen wir Chicken Hot Pot, eine Art Fondue ohne Fritierfett, aber mit Fond. Hier sagt ein Bild mehr als tausend Worte.

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Habe ich schon erzählt, dass sich alle T-Shirts, die mit „Cotton“ ausgewiesen sind, eher nach Synthetik anfühlen? Bisher habe ich mir deshalb kein T-Shirt gekauft und lasse lieber meine alte Shirts waschen.
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Wir probieren einige frittierte Kleinigkeiten und wollen auch nicht genau wissen, was es ist.
Stichwort „Verkehr“: Fast alle fahren Moped und für einige ist der Lebensmittelpunkt, wie ein Blick auf einen schlafenden Vietnamesen auf seinem Moped zeigt.

Zum Teil fahren fünf Personen auf einem Moped und kleine Kinder stehen sicher und selbstbewusst vor bzw. hinter ihren Eltern. Hintendrauf wird oft so viel Gepäck gestapelt, wie man in kein Auto bekommen hätte. Man fährt extrem untertourig. Vietnamesen haben nervöse Finger: Das wahrscheinlich meist gekaufte Ersatzteil ist die Hupe. Es gilt im Zweifel das Gesetz des Stärkeren: Moped weicht vor Auto aus, Auto vor Lkw.
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30°C, ein gutes Buch, Mango-Juice, Siesta, Abendessen. Welchen Tag haben wir eigentlich heute?
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Das Resort besteht übrigens aus einzelnen oder zusammenhängenden Hütten mit Nasszelle und befindet sich direkt am Strand.

Die Hütten umgeben das zentrale Restaurant, das nach Vergleichen mit der Umgebung ein großartiges Preis-/Leistungsverhältnis hat. Alles ist sehr einfach, aber sauber und gut.

Das ist hier allerdings kein 5-Sterne-Tussen-Hotel. Man findet in dieser natürlichen Umgebung auch gelegentlich Tiere, die manche Städter irritieren. Irritierend sind auch die Toilettengewohnheiten in Vietnam. Neben dem WC befindet sich ein Wasserschlauch – eine Bidet-Dusche, denn Papier verstopft die vietnamesischen WC-Leitungen. Das WC-Papier wird in einem extra Treteimer entsorgt, ist zudem durch die Luftfeuchtigkeit so klamm, dass man es auch kaum verwenden kann.
Das Duschwasser läuft durch eine Wandöffnung nach draußen.Was an kaltem Wasser aus der Dusche kommt, würden wir in Deutschland als lauwarm bezeichnen. Die 220-V-Stecker aus Deutschland passen auch in die vietnamesischen Steckdosen. Moskitonetze sind Standard und auch nötig. Trotzdem sammeln wir vor allem abends Mückenstiche.
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Mit dem Taxi geht es nach Chinatown, am dreckigen Fluss entlang und wir fotografieren Buddah-Statuen und Pagoden.

Danach spazieren wir durch die Stadt und genehmigen uns einen Café neben der Notre Dame Kathedrale und fahren zum Historisches Museum. Das Abendessen nehmen wir bei einem Barbecue Garden zu uns. Gleich nebenan ist der Ben Thanh Market. Hat aber gerade nicht auf, Philip.
Der Barbecue Garden hat Bedienpersonal, das zu überfordert ist, um mehr als zwei Gerichte aufzunehmen. Da hilft nur noch einmal ein Cocktail in einer Bar, die wir über den Weg an der Oper und einem irrsinnigen Abendverkehr vorbei erreichen. Abends scheint die doppelte Menge an Menschen und Mopeds unterwegs zu sein.

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Den ziemlich starken und guten Kaffee kriegt man in Vietnam ansonsten mit einem Kaffeesieb über der Tasse serviert.
Zunächst braucht Philip wegen des Kofferverlustes etwas zum Anziehen, am besten auf dem bekannten Ben Thanh Market. Der ist zu. Weil „Happy New Year“. Irgendwo auf der Straße gibt es aber doch noch ein paar Hosen und Hemden. Grundregel: Als Gegenvorschlag zum angebotenen Preis die Hälfte anbieten. Das klappt mal gut, meist aber schlechter, denn die Händler sind da doch etwas geübter als wir. Glücklicherweise hatten wir am Flughafen etwas Geld getauscht, denn auch die Banken sind zu. Auch hier: „Happy New Year.“

Den Tag über streifen wir durch die Innenstadt und überqueren manch eine Straße unter Einsatz des Lebens. 90 Prozent des Verkehrs machen Mopeds aus, die wie ein endloser Schwarm wirken. Die Mopeds sind zum Teil mit fünf Personen besetzt, die Fahrer schauen nicht hin, wenn sie in den Verkehr einbiegen und Verkehrsschilder oder die seltenen Ampeln haben offensichtlich nur Vorschlagscharakter. Eine Straße zu überqueren, ist ein echtes Wagnis. Aber man gewöhnt sich daran, zumindest solange es Einbahnstraßen sind. Straßen mit beidseitigen Fahrtrichtungen sind was für Selbstmordkandidaten. Rom ist dagegen pillepalle, Arne.

Nachmittags besuchen wir das Kriegsmuseum, das Flugzeuge, Panzer, Dokumentationen, Bilder und gefärbte Ansichten zum Vietnamkrieg zeigt, aber mich dennoch reichlich betreten nach Hause gehen lassen.

Das Abendessen gibt es in einem der bekanntesten Restaurants (Name vergessen) von Saigon … sehr groß, sehr voll, sehr lecker. Leider ist das Personal gehetzt und man fühlt sich durch die Warteschlange etwas genötigt sich zu beeilen. Danach folgt noch ein Absacker in einer der vielen Bars.
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3 Personen, 2 Koffer, 1 Handgepäck.
In Bangkok angekommen:
3 Personen, 1 Koffer, 1 Handgepäck.
Um es vorwegzunehmen: Eine Woche später ist Philips Koffer immer noch nicht eingetroffen. Inzwischen wissen wir immerhin, dass jemand den Koffer verwechselte, mitnahm, sich wunderte, dass das Schloss nicht aufging und es dann aufgebrochen hat, um dann festzustellen, dass es gar nicht sein Koffer war. Nicht, dass Philips Name und Adresse drauf stand …
So kriegen wir immerhin fünf Stunden Wartezeit auf dem Flughafen von Bangkok mit „Lost & Found“ rum, bevor es nach Ho Chi Minh City (Saigon) weitergeht.
Der Flug nach Bangkok mit AirBerlin ist übrigens besser als erwartet und ich schaue drei Filme, weil ich nicht schlafen kann: ein inhaltsleerer „Fluch der Karibik 4“, ein stargespicker und klischeebeladener „Valentinstag“ und eine weitere RomCom (romantic comedy), die ich schon wieder total vergessen habe.
Nach zehn Stunden Flug steigt man übermüdet aus dem Flugzeug und trifft erst mal auf eine Wand aus warmer, feuchter Luft.
Unser Hotel ist mitten in der City von Saigon, aber erträglich, was die Lautstärke betrifft. Nach einer kleinen Tour durch die Stadt setzen wir uns in ein Restaurant, das vornehmlich von Einheimischen besucht wird. Das einem Miniholzkohlengrill servierte Abendessen ist etwas undefinierbar und scharf, schmeckt aber ganz gut.
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